Philosophie

Meine abgeschlossene Ausbildung zur „staatl. geprüften Tierarzthelferin“ (heute: „tiermedizinische Fachkraft“) und meine langjährige Berufserfahrung in verschiedenen Tierarztpraxen dienen mir als solide Grundlage, um die Diagnostik, Krankheitsverläufe und Therapien zu verstehen, die die bisherige Krankheitsgeschichte Ihres Tieres ausmacht.

In meinem 2-jährigem Weiterbildungsgang zur Tierphysiotherapeutin im Viebeiner Reha-Zentrum, Bad-Wildungen (unter tierärztlicher Leitung) erlernte ich nicht nur Untersuchungs-und Therapieformen der Tierphysiotherapie, sondern lernte dort auch eine ganzheitliche Untersuchungs- und Betrachtungsweise.

Über einen bestimmten Untersuchungsgang, der die Segmentalreflektorik, Triggerpunkte u.v.m. mit einbezieht, wird der Focus nicht nur einseitig auf die gestörten Bewegungsabläufe gerichtet, sondern es wird geschaut, ob auch noch eine andere Erkrankung/Störung die eigentliche Ursache sein kann, und der gestörte Bewegungsablauf „nur“ eine Folge dieses Problems, das sich daraus entwickelt hat.

Dies war anfangs für mich ein richtiges „aha-Erlebnis“: endlich konnte man Zusammenhänge herstellen zwischen verschiedenen Erkrankungen und Symptomen, die auf den ersten Blick vielleicht gar nichts miteinander zu tun haben. Z.B. Was hat eine Spondylose im Brustwirbelbereich mit einem evtl. Herzproblem Ihres Hundes zu tun?
Ist dies der Fall, bleibt die Frage offen, was war zuerst, die Henne oder das Ei?- wichtig für die Therapie ist es, beides in Betracht zu ziehen und zu behandeln (die Herzproblematik nat. von Ihrem Tierarzt), um eine Besserung der Symptomatik zu erzielen.

Habe ich den Verdacht, dass z.B. ein organisches Problem dahinter stecken könnte, schicke ich Sie natürlich zu Ihrem Tierarzt, um diesen Verdacht abklären zu lassen!

Doch auch, wenn kein anderes Problem dahinter steckt, stelle ich mir immer die Frage, warum das Tier z.B. eine Gliedmaße so überlastet hat, dass es dort z.B.eine Arthrose entwickelt hat. Denn nicht immer ist das augenscheinliche Symptom/Problem gleichzeitig auch das Hauptproblem. Dies gilt es herauszufinden und in die Behandlung mit ein zu beziehen, damit eine entscheidende Verbesserung der Problematik erreicht werden kann. Denn ich bin der Überzeugung, dass nur die Verbindung klassische Tiermedizin, die Untersuchung und Therapieformen der Tierphysiotherapie, und die ganzheitliche Betrachtungsweise optimale Heilungschancen für Ihr Tier bedeuten können!

Deshalb nehme ich mir besonders bei der Erstuntersuchung viel Zeit und Ruhe für eine genaue Anamnese (Krankenvorgeschichte) und Untersuchung des Tieres. Nur so kann ich ein auf den Patienten individuell abgestimmtes Therapiekonzept und Ziel entwickeln.
Denn: es gibt nicht d a s Konzept für d i e spezifische Erkrankung.

Die Mitarbeit des Tierbesitzers ist dabei unumgänglich, deshalb müssen auch sein zeitlicher Rahmen und seine Möglichkeiten in den Therapieplan mit einbezogen werden.

Diese Kooperation setzt Vertrauen von Besitzer und Tier zum Therapeuten voraus. Um dies zu gewährleisten, nehme ich mir viel Zeit für Beratung und Therapie, denn nur in ruhiger und entspannter Atmosphäre können gute Untersuchungs- und Behandlungsergebnisse erzielt werden.

Ich sehe die ganzheitliche Tierphysiotherapie als Ergänzung und Erweiterung der klassischen Tiermedizin und freue mich daher auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit mit Patient, Patientenbesitzer und Tierarzt!